Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles / Berichte > Bundesdelegiertenversammlung 2011

Aktuelles und Berichte

Kreuzbund Bundesverband unter neuer Leitung
Pressebericht von der Bundesdelegiertenversammlung

Erkner / Hamm, 16. Mai 2011. Der Kreuzbund, Fachverband des Deutschen Caritasverbandes und größter deutscher Sucht-Selbsthilfeverband mit rund 26.000 Gruppenbesuchern, hat auf seiner Bundesdelegiertenversammlung vom 13. bis 15. Mai 2011 in Erkner bei Berlin einen neuen Bundesvorstand gewählt.  

Die ca. 100 Delegierten wählten Andrea Stollfuß (53) aus Bonn zur neuen Bundesvorsitzenden. Die gelernte Krankenschwester ist selbst alkoholkrank und seit 2002 Kreuzbund-Mitglied. Seit  2005 hat sie unterschiedliche ehrenamtliche Funktionen im Kreuzbund übernommen, u.a. seit März 2010 den Vorsitz des Kreuzbund-Diözesanverbandes Köln. Die verheiratete Mutter von zwei erwachsenen Söhnen  will sich vor allem dafür einsetzen, dass der Kreuzbund und die Sucht-Selbsthilfe als tragende Säulen der Suchthilfe den Stellenwert in unserer Gesellschaft erhalten, der ihnen zusteht. Dies könne durch eine engere Zusammenarbeit der ehrenamtlichen Selbsthilfe mit der beruflichen Suchthilfe erreicht werden sowie durch eine einheitliche Außendarstellung des Verbandes, so Andrea Stollfuß in ihrer Antrittsrede.  

Andrea Stollfuß ist Nachfolgerin von Angelika Spitz (61) aus Kamp-Lintfort am Niederrhein. Die Diplom-Sozialpädagogin hatte 2004 als erste Frau und Angehörige eines Suchtkranken den Bundesvorsitz übernommen.  

Folgende Personen wurden zu stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt:
·       
Paul-Michael Leißner ( 56) aus Berlin
·       
Günter Lickes (63) aus Meerbusch
·       
Marianne Schwaiger (58) aus Wang bei Landshut

Weiteres Mitglied des Bundesvorstandes ist der Geistliche Beirat Wilhelm Wietkamp (72) aus Essen. Er wird von der Deutschen Bischofskonferenz berufen und hat sein Amt noch bis zum Jahr 2012 inne. Bundesgeschäftsführer Heinz-Josef Janßen (53), seit 19 Jahren in dieser Funktion, unterstützt den Bundesvorstand mit beratender Stimme.   

Ein Schwerpunkt in der zukünftigen Arbeit des Kreuzbundes ist die Integration junger Suchtkranker und die Gewinnung neuer Mitglieder. Zu diesem Zweck werden zurzeit altersgerechte Angebote und neue Modelle der Mitgliedschaft entwickelt.  

Die Hilfe zur Selbsthilfe im Kreuzbund ist sehr erfolgreich: Über 80 Prozent der Suchtkranken, die regelmäßig eine Kreuzbund-Gruppe besuchen, leben dauerhaft abstinent. Nur 15 Prozent der Gruppenteilnehmer sind innerhalb eines Jahres rückfällig geworden. Mehr als zwei Drittel dieser Rückfälle konnten innerhalb der Selbsthilfegruppe aufgefangen werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung .  

Der Kreuzbund ist Fachverband des Deutschen Caritasverbandes, Mitgliedsverband der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und der bundesweit größte Sucht-Selbsthilfeverband mit rund 14.000 Mitgliedern. Der Kreuzbund gliedert sich in den Bundesverband, 27 Diözesanverbände, die den Bistümern der katholischen Kirche entsprechen, und 1.600 Gruppen. Hauptamtlich Beschäftigte gibt es nur in der Bundesgeschäftsstelle in Hamm, auf allen anderen Ebenen des Verbandes sind ausschließlich ehrenamtliche Helfer tätig. Zu den Aufgaben des Kreuzbundes gehört neben der Hilfe zur Selbsthilfe die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Folgen des Suchtmittelmissbrauchs. Als Bindeglied im System der Suchtkrankenhilfe kooperiert der Kreuzbund mit Fachkliniken und Beratungsstellen.

Gunhild Ahmann
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Kreuzbund e.V. - Bundesgeschäftsstelle

Zusatz:
Bei der Bundesdelegiertenversammlung wurden aus dem Kreuzbund Diözesanverband Mainz e.V. Andrea Thimm (Bingen) als Arbeitsbereichsleiterin "Geschlechterspezifische Arbeit" und Hartmut Zielke (Oberheimbach) als Mitglied der Finanzkommission gewählt.

 

 Zurück zur Nachrichtenübersicht >>