Aktuelles und Berichte
Brebbia 2011
Bildung, Besinnung, Gemeinschaft, Spaß
Nach vier Jahren Abstinenz bot der Kreuzbund
Diözesanverband Mainz e. V. in diesem Jahr wieder eine
Bildungs- und Besinnungsfreizeit in Brebbia am Lago
Maggiore an. Nach dieser Pause überrascht es nicht, dass
das Interesse an der Brebbia-Fahrt groß war und sich 51
Teilnehmer für die Reise angemeldet hatten. Besonders
erfreulich hierbei ist, dass auch Mitglieder der
benachbarten Diözesanverbände Fulda und Limburg an unserer
Fahrt teilnahmen.
Sonntag, 07.08.2011 - Anfahrt
Der Bus startete am 07.08.2011 in Mainz, wo die ersten
Teilnehmer zustiegen. Nach weiteren Haltestellen in
Seeheim- Jugenheim und Heppenheim waren wir schließlich
alle komplett. Das Wetter war eher von gemischter Güte und
so freuten wir uns alle auf das von Herbert Rogge
versprochene schöne Wetter Italiens. Als wir schließlich
den Gotthardtunnel passierten, wurden die Gesichter jedoch
lang und länger, es regnete Sturzbäche und solche kamen
auch links und rechts von den Bergen des Tals des Flusses
Ticino (Tessin). Die zahlreichen teils mächtigen
Wasserfälle boten schon einen tollen Anblick, dennoch
hätten wir uns etwas weniger Wasser gewünscht und hatten
schon die größten Befürchtungen, was das Wetter betrifft.
Weiter ging die Fahrt über Ponte Tresa am Lago di Lugano,
wo wir die Grenze nach Italien überquerten, Richtung Laveno
und schließlich über den Ort Besozzo zum Jugendwerk Brebbia.
Es war beruhigend, dass bereits während dieser Fahrt das
Wetter allmählich besser wurde.
Montag 08.08.2011 - freier Vormittag, Ausflug zum Kloster
Santa Caterina del Sasso und nach Laveno, mit Seilbahnfahrt
auf den
Sasso
del Ferro
Das
Wetter hatte sich sehr gebessert und so konnte die Freizeit
am Vormittag zu einem ersten Kennen lernen der näheren
Umgebung des Jugendwerkes genutzt werden. Zwar fehlte noch
die Fernsicht auf die Alpenberge im Hintergrund des Lago
Maggiore, aber auch dies sollte sich noch ändern. Viele
Weggefährtinnen und Weggefährten nutzten die Freizeit zu
einem ersten Bad im See. Nach dem, leckeren Mittagessen
stand dann auch bereits der erste Ausflug auf dem Programm.
Zunächst fuhren wir zum Kloster Santa Caterina del Sasso.
.JPG)
.JPG)
Es ist immer wieder faszinierend, wie dieses im 13.Jh. von
dem Einsiedler
Alberto da Besozzo gegründete Kloster,
malerisch an den steilen Felshang des Sees „angeklebt“
wurde. Für mich ist dieses Kloster eine der schönsten
Stellen des Lago Maggiore. Danach fuhren wir weiter zum Ort
Laveno. Wieder einmal bestand nun die Möglichkeit
mit der außergewöhnlichen Seilbahn (Mülltonnen) auf den
1062 Meter hohen Berg Sasso
del Ferro zu fahren.
.JPG)
Die Fahrt mit der Korbbahn und der Rundblick auf die Seen-
und Gebirgslandschaft ist einfach immer wieder ein
Erlebnis! Nach dem obligatorischen Eis, wobei es auch zu
dem einen oder anderen Fleck auf Hemden oder Blusen kam,
fuhren wir alle bei bester Laune wieder zurück zum
Jugendwerk Brebbia.
Dort gab uns die Leiterin des Jugendwerkes, Regina
Kaminski, am Abend noch eine Einführung in Landschaft,
Geschichte und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Lago
Maggiore. Einfach toll!
Dienstag, 09.08.2011 - Sacro Monte d’Orta,
Lago d’Orta
Bei herrlichstem Wetter und nun auch mit Fernblick auf die
Höhen der Alpen (Monte Rosa Massiv) fuhren wir in Richtung
zu dem westlich des Lago Maggiore gelegenen Ortasee, der
besonders malerisch in die Berglandschaft der Umgebung
eingefügt ist. Zunächst steuerten wir den Sacro Monte
d’Orta an. Dies ist einer der zum Weltkulturerbe
gehörenden heiligen Berge Norditaliens. Hier ist das Leben
des heiligen Franziskus in zahlreichen Kapellen in
lebensgroßen, teils sehr komplexen Figurengruppen aus
Terrakotta dargestellt. Dies ist sehr beeindruckend! Der
Berg bietet aber auch sehr schöne Ausblicke auf den Lago
d’Orta und auf die darin liegende Isola San Giulio.
.JPG)
Hier konnten wir schon eine Zeit lang verweilen und uns der
Kontemplation (beschauliche
Betrachtung) hingeben. Es folgte der Abstieg zum Ort
Orta San Giulio, wo es möglich war, Shoppen zu
gehen, Espresso und Eis zu genießen oder einfach etwas zu
bummeln. Viele nutzten auch die Gelegenheit mit dem Boot
zur Isola San Giulio
überzusetzen und die dortige
Kirche Basilica di San Giulio (ab dem 9.Jh) zu
besichtigen. Teils zu Fuß und teils mit der Touristenbahn
ging es dann zurück zum Bus. Gerade die Fahrt mit der
Touristenbahn brachte den Teilnehmern sehr viel Spaß.
Für den nächsten Tag war die Fahrt zur Certosa di Pavia und
nach Mailand vorgesehen. So kamen wir am Abend wieder in
den Genuss eines Vortrages von Frau Kaminski, der uns auf
diese Fahrt bereits im Vorfeld den Mund gehörig wässrig
machte.
Mittwoch, 10.08.2011 – Certosa di Pavia, Mailand und
Pizzaabend, ein verschollener Weggefährte
Die Certosa di Pavia ist eine ursprünglich für den
Kartäuserorden erbaute Klosteranlage. Sie gehört zu den
bedeutendsten Baudenkmälern Oberitaliens. Dieses Ziel
steuerten wir zunächst an. Es war nicht ganz einfach der in
Englisch und Italienisch durchgeführten Führung zu folgen,
dennoch waren wir von der Klosteranlage des Schweigeordens
der Kartäuser sehr beeindruckt. Die Kirche, die beiden
Kreuzgänge und besonders die 23 Mönchszellen, verfehlten
ihre Wirkung nicht.
.JPG)
Gerade die Zellen sind keineswegs als ärmlich zu
bezeichnen, vielmehr handelte es sich um kleine
Zweizimmerappartements mit jeweils eigenem Kräutergarten.
Dennoch ist es schwer, sich vorzustellen, fast sein
gesamtes Leben schweigend in einer solchen Zelle zu
verbringen. Nun ging es weiter nach Mailand, wo es jedem
freigestellt war, sich die noblen Geschäfte, den
Mailänder Dom, die Mailänder Scala oder die
Galleria Vittorio Emanuele II anzuschauen. Für mich
stellt immer wieder die Besteigung des Daches des Mailänder
Doms einen Höhepunkt eines Mailandbesuches dar, zumal
diesmal auch ein Fernblick auf die Bergkette der Alpen
bestand.
.JPG)
Dennoch blieb immer noch Zeit für einen Cappuccino, der in
der Galerie in einem bekannten Schnellrestaurant durchaus
lecker, aber auch erschwinglich war. Bei der Rückkehr zum
vereinbarten Treffpunkt am Castello Sforzesco,
mussten wir feststellen, dass einer unserer Weggefährten
nicht zurückkehrte. Das war natürlich eine große Aufregung
und wir alle waren sehr besorgt. Es fehlte jede Spur. Nach
1 ½ Stunden Wartezeit und Suche mussten wir schließlich mit
dem Bus zurückfahren. Benno Rehn wollte zusammen mit der
Ehefrau des Vermissten, solange in Mailand bleiben, bis
dieser gefunden sei. Es wurde eine Vermisstenanzeige bei
der Polizei aufgegeben. Natürlich war die Stimmung nach
unserer Rückkehr zum Jugendwerk Brebbia, sehr gedrückt.
Daran konnte auch der bevorstehende Pizzaabend mit der
wiederum sehr leckeren Pizza zunächst nichts ändern.
Schließlich kam jedoch die für alle erleichternde
Nachricht, dass der Vermisste nach einem Schwächeanfall in
ein Mailänder Krankenhaus eingeliefert worden sei.
Wenigstens wussten wir jetzt, was passiert war und wo der
Verschwundene steckte. Um es vorwegzunehmen, am nächsten
Tag konnten Benno Rehn, die Frau des Vermissten und dieser
selbst aus Mailand zurückkehren, nachdem er im Krankenhaus
gründlich untersucht worden war. Unser besonderer Dank gilt
hier Benno Rehn, der in dieser schwierigen Situation sehr
engagiert geholfen hat! Vielleicht half es ja auch, dass
vor dem Pizzaabend auf das übliche Tischgebet verzichtet
wurde und stattdessen gemeinsam ein "Vater unser" für den
Verschollenen gebetet wurde! Spürbar war immer die große
Anteilnahme Aller an dem Geschehen, bis der vermisste
Weggefährte endlich wieder heil unter uns war.
Donnerstag 11.08.2011 – Markt in Besozzo, Floßfahrt,
Wassergymnastik und bunter Abend
An diesem Vormittag wollten wir nun den Wochenmarkt in
Besozzo erkunden. Die Meisten von uns gingen auf den
etwa einstündigen Fußweg, diejenigen, die nicht so gut zu
Fuß unterwegs waren konnten etwas später mit dem Bus nach
Besozzo fahren. Auf dem typisch italienischen Wochenmarkt
wechselten Kleidungsstücke, Ledergeldbeutel, Hüte,
landestypische Spezialitäten wie Käse und Salami aber auch
Gebäck ihren Besitzer.
.JPG)
Ob alle diese Dinge immer ein Schnäppchen waren, sei einmal
dahingestellt, ich habe aber nur zufriedene Gesichter
gesehen! Der Nachmittag diente dann der Entspannung, wozu
auch die Floßfahrt, die nun vorgesehen war,
beitragen sollte. Verabschiedet wurden wir von denjenigen,
die nicht mitkommen wollten. Unter Winken und Hallo ging es
los, ein Stück nach Süden an der Küste des Lago Maggiore
entlang, Richtung Ispra. In der Nähe der historischen
Kalköfen wurde das Floß angehalten und alle, die dies
wollten, konnten nun ins saubere Wasser des Lago Maggiore
springen oder klettern.
.JPG)
Hiervon wurde auch reger Gebrauch gemacht und unter
allgemeinem Gejohle auch die eine oder andere Albernheit
begangen. Nach einer weiteren Etappe und nochmaligem
Badeaufenthalt ging es wieder zurück in Richtung
Jugendwerk. Hier blieb nun noch genügend Zeit sich am
„Strand“ zu sonnen und auch noch einmal schwimmen zu gehen.
Irgendjemand kam dann auf die Idee, ob Sigrid Conradi nicht
eine Wassergymnastik anbieten wolle. Was Sigrid
gerne aufgriff. So kam es, dass nach kurzer Zeit etliche
Weggefährtinnen und Weggefährten im Wasser standen und mit
Begeisterung und viel Spaß gymnastische Übungen
durchführten.
.JPG)
Natürlich blieb dabei auch die eine- oder andere spaßige
Bemerkung nicht aus! Auch einige italienische Schaulustige
auf einem Boot waren bald angelockt, die einmal miterleben
wollten, was da so gemacht wurde. So verging dieser Tag
sehr schnell doch der Höhepunkt, der bunte Abend stand noch
bevor!
Bunter Abend – Sketche, Krönung einer Königin und Tanz
Hierzu hatten verschiedene Kreuzbündler ein tolles Programm
vorbereitet. Barbara Koch führte uns durch einen wirklich
bunten Abend! Es wurden die verschiedensten Sketche
aufgeführt. So lernten wir etwas über die Bedeutung des
Wörtchens „als“ im Wormser Dialekt, erfuhren ein intimes
Geheimnis eines Priesters bei der Beichte, lernten, wie
Frauen und Männer duschen sollten, erlebten, wie ein
gewisser Otto ins Theater geht, bekamen eine tolle
Tanzvorführung dargeboten und anderes mehr. Die Krönung
aber war im wahrsten Sinne des Wortes die Anwesenheit einer
leibhaftigen Königin von Mumboach (Mainz Mombach), die vor
Ort noch zur Königin von Brebbia gekrönt wurde.
.JPG)
Das alles war erstklassig vorbereitet und vorgeführt. Ein
herrlicher Abend, vor allem weil ja unser verschollener
Weggefährte in der Zwischenzeit wieder bei uns angekommen
war und wir den Abend so wirklich genießen konnten.
Freitag, 12.08.2011 – freier Vormittag und Bootsfahrt zur
Isola Madre, der Fischerinsel und nach Stresa sowie
italienischer Abend
Der Vormittag stand wieder zur freien Verfügung, was die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Freizeit dazu benutzten
sich noch einmal in der Umgebung umzuschauen, baden zu
gehen oder sich auf dem Gelände des Jugendwerkes zu
erholen. Am frühen Nachmittag stand dann die Bootsfahrt
über den Lago Maggiore an. Hierzu waren zwei Motorboote
angemietet worden, die uns alle über den See bringen
sollten. Nach dem etwas abenteuerlichen Einstieg in die
Boote ging es auch schon los in Richtung der Isola Madre.
Zunächst fuhren wir jedoch noch einmal am
Katharinenkloster vorbei, das vom See aus gesehen
besonders malerisch wirkt.
.JPG)
Nach kurzer Fahrt wurde die Isola Madre, die größte
der Borromäischen Inseln erreicht. Diese konnte nun
besichtigt werden. Wer dies nicht wollte, konnte direkt
weiter zur Fischerinsel fahren. Die Isola Madre besteht vor
allem aus einer kleinen Schlossanlage und einem großen
Landschaftsgarten im englischen Stil, der in den zwanziger
Jahren des 19.Jh. angelegt wurde. Es ist einfach herrlich
diesen Garten, mit seinen zahlreichen Blüten, exotischen
Pflanzen und wunderbaren Ausblicken auf den See zu
durchstreifen. Nach viel zu kurzer Zeit ging es wieder auf
die Boote, zur Fischerinsel, wo wir die dort abgesetzten
Weggefährten wieder abholten. Nun fuhren wir direkt weiter
nach Stresa. Dieser wunderschöne, am Westufer des Lago
Maggiore gelegene Ort, konnte nun durchstreift, Einkäufe in
den zahlreichen kleinen Geschäften getätigt und auch noch
ein Kaffee oder ein Eis konsumiert werden. Leider war auch
hier die Zeit viel zu kurz.
Nach der Rückkehr ins Jugendwerk Brebbia stand nun der
italienische Abend, sprich ein besonders üppiges
italienisches Essen auf dem Programm. Meeresfrüchtesalat,
Risotto und Kalbsbraten ließen unsere Herzen höher
schlagen! Auch der entsprechende Nachtisch wurde natürlich
dargeboten. Nach diesem Festmahl blieb noch ein letzter
Gang zum abendlichen See. Die Bewohner der meisten
Bungalows saßen noch recht lange vor ihren Häusern,
unterhielten sich und nahmen Abschied voneinander und der
schönen Umgebung.
Samstag, 13.08.2011 - Rückkehr
Am Samstagvormittag standen wir um 05:30 Uhr auf, beluden
den Bus, frühstückten und fuhren gegen 07:00 Uhr in Brebbia
ab. Zunächst ging es wieder eine ganze Weile auf
italienischen Landstraßen zum Lago di Lugano, bei Ponte
Tresa über die Grenze. Dann auf die Autobahn, über
Bellinzona durch den Gotthardtunnel. Hier hatten wir
nochmals teils herrliche Ausblicke auf die verschiedenen
Seen, Berge und Landschaften, die wir gerade passierten.
Vor allem der Vierwaldstätter See in der Schweiz
präsentierte sich uns in voller Schönheit! Nach all diesen
Eindrücken fiel es uns allen nicht leicht, uns wieder an
unser bevorstehendes Alltagsleben zu gewöhnen und Abschied
voneinander zu nehmen.
Was noch zu sagen bleibt
Beim Schreiben dieser Zeilen ist mir noch einmal bewusst
geworden, wie vielfältig die Erlebnisse und Eindrücke
während unserer Reise waren. Dies konnte hier gar nicht
alles beschrieben werden.
Die besinnlichen Worte vor den Mahlzeiten, teilweise
ergänzt durch Gesang, die angebotenen täglichen iAndachten,
die sportlichen Zusatzangebote, konnten bisher noch kaum
erwähnt werden. Mein Dank an alle die sich hier engagiert
haben! Erwähnt werden müssen die gemeinsam eingenommenen
Mahlzeiten selbst, die von der Küche immer hervorragend
zubereitet waren. Überhaupt ist die gute Betreuung durch
das gesamte Team in Brebbia und vor allem durch Regina
Kaminski erwähnenswert.
Kompliment aber auch an alle Weggefährtinnen und
Weggefährten für die tolle Gemeinschaft, die zahlreichen
Gespräche, das Zusammensitzen und auch das gemeinsam
„Quatsch“ machen. Die abwechselnd von verschiedenen
Weggefährtinnen und Weggefährten durchgeführten Dienste in
der Bar, wo wir abends immer zusammenkommen konnten, die
Tischdienste mit einem bisher in Brebbia nicht gekannten
Service, dies alles trug erheblich zu der guten Stimmung
und Gemeinschaft bei, die wir erleben durften!
Erwähnen möchte ich auch den Busfahrer, der sich bestens in
unsere Gemeinschaft einfügte und uns sicher und souverän
überall dahin brachte, wo wir hin wollten.
Und letztendlich ist für eine solche Reise auch viel
Vorbereitung notwendig und auch vor Ort eine Menge zu
organisieren. Für die Organisation im Vorfeld danken wir
besonders Hans Günter (Sam) Koch und seiner Frau Barbara.
Für die Organisation vor Ort (Reiseleitung) Sarah und
Herbert Rogge. Ohne deren Zutun wäre die Reise sicherlich
höchstens halb so schön gewesen!
Wir blicken auf eine überaus gelungene, gemeinsame Fahrt
zurück und ich kann nur sagen, das ist wahre
Weggefährtenschaft, so, wie ich sie mir vorstelle und
wünsche!
Euer Weggefährte
Gerhard Iser
Eine Reisebeschreibung in Gedichtform
von Renate Ruppert
(Worms)
Liebe Mitfahrerinnen und Mitfahrer des Kreuzbundes Mainz,
bevor die schöne Feizeit zu Ende ist,
ein kleiner Rückblick wäre nicht schlecht.
Am Sonntagmorgen (7.8.) um 7.30 Uhr in Mainz begann die
Fahrt,
über Seeheim-Jugenheim nach Heppenheim ganz gemach.
Hier stiegen die letzten Teilnehmer ein,
für Alle eine Freude, dabei zu sein.
Auf der Autobahn ging es flott voran,
kurz nach 17.00 Uhr kamen wir gut in Brebbia an.
Frau Kaminski hieß uns herzlich willkommen,
so ein kleines bisschen Regen ist vom Himmel gekommen.
Um 18.30 Uhr die Glocke lud uns zum Abendbrot ein,
das italienische Essen schmeckte gar fein
Sigrid hat uns am ersten Abend schon gezeigt,
wie man sich fit hält und was richtige Bewegung heißt.
Ein prüfender Blick noch zum Lago, das musste sein,
dann aber geschwind zum Schlafen ins Bett hinein.
Der Montag (8.8.) begann um 8.00 Uhr mit der täglichen
Meditation,
von Ursula und Annemarie sehr schön gestaltet, wir ahnten
das schon.
8.30 Uhr beim Frühstück erfahren wir, es gibt ein
Geburtstagskind,
die ganze Gruppe L e o ein Ständchen bringt.
Danach war frei und wir sprangen entzückt zum Schwimmen in
den Lago hinein,
bis um 12.30 Uhr die Glocke uns zum Mittagessen lud ein.
Um 14.30 Uhr begann die wunderbare Fahrt zum Kloster
San.Katharina,
dann weiter nach Laveno u. mit der „Tonnen“-Seilbahn auf
den 1062 m hohen Monte Sasso del Ferro.
Knapp – aber es reichte noch- kamen wir an den Busplatz
zurück,
ich war schuld, ich hatte falsch auf meine Uhr geblickt.
Am Dienstag(9.8.)kam unsere Gruppe aus Bungalow III mit dem
Tischdecken dran
u. um 10.00 Uhr fuhren wir nach Lago d’Orta, dem Heiligen
Berg, so stand es auf dem Programm.
Der Andachtsweg besteht aus 20 Kapellen mit Gruppen von
Terracottastatuen in Lebensgröße,
die das Leben des Heiligen Franziskus von Assisi
darstellen.
Unsagbar beeindruckend sind die dazugehörenden
Wandmalereien zu sehen,
da kann man die Anerkennung als Weltkulturerbe verstehen.
Es reichte noch um eine Rundfahrt auf dem See zur Insel San
Giulio zu machen,
die Kirche zu besuchen u. auf dem Rundgang der Stille Inne
zu halten.
In einem Kaffee ein Eis oder Cappucino konnten wir auch
noch genießen,
sowie in einem kleinen Lädchen herrlich duftende Seifen
kaufen und riechen.
Wieder zurück in Brebbia hatten wir am Abend die
Möglichkeit,
bei Frau Kaminski uns zu informieren, wie nutze ich in
Mailand meine Zeit.
Am Mittwoch (10.8) nach dem Frühstück starteten wir zur
Kartause von Pavia,
die Ansicht des Klosters Santa Maria delle Grazie war
wunderbar.
Ein Pater erklärte zwar alles auf englisch,
doch siehe da, durch Konzentration wurde es verständlich.
Im Kloster die Detailansichten des Grabmals von Lodovico il
Moro u.Beatrice,
beeindruckte sehr und man dies nicht so schnell vergisst.
Der Chor und das Presbyterium ist durch eine Marmorwand
getrennt,
in den Rückwänden des Chorgestühls sind Abbildungen der
Apostel dargestellt.
Im Terrakottabecken im Kreuzgang waschen sich heute noch
die Mönche vorm Essen die Hände,
das Fresko im Refektorium mit dem letzten Abendmahl enthält
Details ohne Ende.
Der kleine u. der große Kreuzgang mit seinem Blumenmeer,
erfreute unser Auge und die bizarre Bauweise der Säulen u.
Türmchen noch viel mehr
Vom großen Kreuzgang kann man in die Zellen der Mönche
gelangen,
durch ein Fensterchen können sie das Essen erhalten.
Ein kleines Gärtchen gehört auch dazu,
das Schweigen, Beten u. die Einsamkeit der Kartäuser
versteht man im nu.
Weiter geht es nach Mailand und der Dom erscheint in seiner
Pracht,
er ist 158 m lang, 89 m breit, unser Herze lacht.
Die filigran gegliederte Fassade mit den Streben u.
Stalagmiten,
wirkt fast wie ein Marmorgebirge.
Im 14. Jahrhundert wurde begonnen, die Bauzeit dauerte bis
1935,
bis der Dom bei Sonnenschein außen leuchtet fast reinweiß.
Der Innenraum des Domes bietet 40000 Besuchern Platz,
aber mit dem Aufzug zur Terrasse des Domes hochfahren, das
machte Spaß.
Die wunderbare Aussicht über die weite Ebene war
wunderschön,
beim Spaziergang am Rande des Daches konnten wir 3000
Marmorskulpturen sehn
Natürlich lockte die Galleria Vittoria Emanuele,
als Eingang ein Triumphbogen –Mailands eleganteste u.
teuerste Einkaufspassage- war zu sehen.
Am Ende der Passage sehen wir das berühmteste Opernhaus der
Welt,
-Mailänder Scala – es sich nennt.
An diesem Ort stand früher die Kirche Santa Maria,
heute stellt die Scala ein Mythos der Mailänder
Gesellschaft da.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist Castello Storzesco mit
dem Springbrunnen,
unser Busfahrer hat in der Nähe sogar einen Parkplatz
gefunden.
Dort sollte für alle auch wieder der Treffpunkt sein,
doch leider stellte sich Herbert nicht ein.
Ihm ging es bei Ankunft in Mailand nicht so gut u. er
wollte bequem,
einen Kaffee genießen, bis wir uns wieder sehn.
Wir haben gesucht und geduldig gewartet bis 17.30 Uhr,
dann blieben Elisabeth u. Benno in Mailand zurück, dies war
notwendig.
Die Stimmung war gedrückt,
doch wir haben voller Hoffnung ein VATER UNSER zum Himmel
geschickt
Unser Koch hatte sich ganz große Mühe mit dem Pizza-Abend
gemacht,
er hatte über Wurst, Käse, Fisch, Ananas an jeden Geschmack
gedacht.
Und endlich gegen 20.00 Uhr ein Anruf kam,
Herbert wurde gefunden, Elisabeth u. Benno werden gleich
ins Krankenhaus fahrn.
Frau Kaminski zeigte uns den schönen Film
der Zdf-Übertragung vom 1. August 2010.
Der Gottesdienst am Ufer des Lago Maggiore mit Pfarrer
Wieland,
gestaltet von einer Eltern-Kind-Gruppe u. Chor aus Brebbia
und Deutschland.
Donnerstag (11.8)
Das Wetter ist schön und so werden wir nach dem Frühstück
nach Besozzo gehen.
Wer nicht so gut zu Fuß, der fährt halt mit dem Bus.
Unsagbar viele Waren wurden auf dem Markt angeboten,
es gab fast alles u. Appetit konnte man sich ebenfalls
holen.
Der Bus stand um 12.00 Uhr für die Müden nach Brebbia
bereit,
das hat uns natürlich alle gefreut.
Nach dem Mittagessen durften wir eine Floßfahrt genießen,
bei schönstem Wetter hieß es man darf den Badeanzug nicht
vergessen.
Die Fahrt ging Richtung Süden, dann etwas vom Ufer ab,
das Wasser war glasklar und dann hielt das Floß an.
Die Mutigen sprangen kopfüber vom Floß,
die Anderen stiegen die Leiter runter und schwammen los.
Ich war etwas ängstlicher, kein Boden unter den Füßen?
Doch mit dem Schwimmring konnte auch ich das schöne Wasser
genießen.
So hatten alle viel Freude und Spaß
und überhaupt bei der Floßfahrt wird man halt nass.
Nach dem Abendessen war vorgesehen,
wir machen ein buntes Abendprogramm, das wäre doch schön.
Elisabeth, Herbert und Benno waren aus Mailand wieder
zurück,
dies war für uns alle ein großes Glück.
Barbara hat mit großem Bravour die Programmgestaltung
übernommen
und Herbert Rogge mit der Begrüßung begonnen.
Programmablauf:
1.) geteilte Begrüßung Andreas u. Renate
2.) Gabi, die 4 Personen in einer Person darstellte Thema:
Beichtstuhl
3.) Informationen von Ursula u. Annemarie : Wie Frauen u.
Männer richtig duschen! Hervorragend gezeigt von Sarah u.
Herbert
4.) Von Barbara u. Ilse dargestellt: Otto u. Emma im
Theater
5.) Variationen über das Wörtchen „als“ in Worms Andreas
u. Renate
6.) Krönung der Königin zu Mombach, dargestellt von Helga,
Ansage: Sylvia,
Zeremonienmeister : Sigrid
7.) Das Highlight: der Tanz, eingeübt von Sigrid Conradi
8.) Ferdinand mit 2 Witzen
Alles kam aus dem Stehgreif, ich fand es „Spitze“,
es wurde großer Beifall geklatscht u. keiner hat gepfiffen.
Es hat sich gezeigt und das macht uns Mut,
auch wenn es mal trüb ist –wie am Mittwoch-,
wenn unser Herrgott will, wird alles gut.
Ein großer Dank an Alle ist zu sagen,
die geplant, geübt, getanzt u. ganz einfach mitgemacht
haben.
Freitag (12.8.)
Vor dem Frühstück hat Herbert sich rührend bei allen
bedankt,
dass er im Krankenhaus, aber auch besonders bei Benno große
Hilfe fand.
Nun war die Gemeinschaft wieder komplett,
das Frühstück hat deshalb doppelt gut geschmeckt.
Doch das Geburtstagskind Hartmut Zielke dürfen wir heute
nicht vergessen,
Barbara hat was ausgegraben aus der Kinderzeit, was schon
lange her gewesen.
Der Vormittag stand zur freien Verfügung
u. am Nachmittag bei der Bootsrundfahrt konnten wir wählen:
Die Isola Madre oder die Fischerinsel,
auf dem Rückweg durften wir „Eis schleckend“ durch Stresa
flitzen.
Mit vielen schönen, neuen Eindrücken kehrten wir am Abend
zurück
u. unser Koch hat uns zum Abschluss mit einem 4-Gang-Menü
beglückt.
Herbert Rogge bedankte sich bei allen Akteuren dieser
Woche,
so kann man auf die nächste Freizeit nur hoffen.
Wir möchten zum Schluss Sarah und Herbert ein großes DANKE
SCHÖN sagen,
eine Fahrt zu begleiten ist schon eine große Verantwortung
ohne Frage.
Auch unserem Busfahrer wollen wir herzlich danke sagen,
er hat uns sehr gut von der Heimat nach Brebbia, im Land
und wieder zurückgefahren.
Unseren lieben Gott wollen wir auch nicht vergessen,
er ist bestimmt immer bei uns gewesen.
So wäre es sicher ganz schön, wenn wir uns mal wieder sehen
Im Auftrag euere Renate
Bild vergrößern durch Anklicken
Weitere Bilder zur Freizeit:
Die Anlage
.JPG)
.JPG)
.JPG)
.JPG)
.JPG)
.JPG)
Der See
.JPG)
.JPG)
.JPG)
.JPG)
.JPG)
.JPG)
Beim Frühstück
.JPG)
Ausflugsfahrten/ Besichtigungen
.JPG)
Lago da Orta
.JPG)
.JPG)
.JPG)
Ausflug nach Mailand
.JPG)
.JPG)
.JPG)
Blick auf die Kuppel und in die Galleria
Vittorio Emanuele II.
.JPG)
.JPG)
.JPG)
Warten auf die Heimfahrt aus Mailand - Wo ist Herbert?
.JPG)
.JPG)
Pizzaabend
Wanderung und Besuch des Marktes in Bezozzo
.JPG)
.JPG)
.JPG)
Wassergymnastik im See
.JPG)
Abendidylle vor dem Bungalow
.JPG)
In der Bar des Freizeitgeländes
.JPG)
Bunter Abend
.JPG)
.JPG)
.JPG)
.JPG)
.JPG)
.JPG)
.JPG)
.JPG)

Ausflug zur Isola Madre, Isola Pescatori (Fischerinsel) und
Stresa
.JPG)
Gerne veröffentlichen wir auch Ihre/ Eure besten Fotos und
persönlichen Eindrücke von der Freizeit von dieser
gelungenen Freizeit.
Bitte per E-Mail an Hartmut Zielke senden:
info@kreuzbund-dv-mainz.de
Bilder: Gerhard Iser und Hartmut Zielke
Zurück zur Nachrichtenübersicht >>
|