Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles / Berichte > 2011 Brebbia- Freizeit

Aktuelles und Berichte

Brebbia 2011
Bildung, Besinnung, Gemeinschaft, Spaß

Nach vier Jahren Abstinenz bot der Kreuzbund Diözesanverband Mainz e. V. in diesem Jahr wieder eine Bildungs- und Besinnungsfreizeit in Brebbia am Lago Maggiore an. Nach dieser Pause überrascht es nicht, dass das Interesse an der Brebbia-Fahrt groß war und sich 51 Teilnehmer für die Reise angemeldet hatten. Besonders erfreulich hierbei ist, dass auch Mitglieder der benachbarten Diözesanverbände Fulda und Limburg an unserer Fahrt teilnahmen.

Sonntag, 07.08.2011 - Anfahrt
Der Bus startete am 07.08.2011 in Mainz, wo die ersten Teilnehmer zustiegen. Nach weiteren Haltestellen in Seeheim- Jugenheim und Heppenheim waren wir schließlich alle komplett. Das Wetter war eher von gemischter Güte und so freuten wir uns alle auf das von Herbert Rogge versprochene schöne Wetter Italiens. Als wir schließlich den Gotthardtunnel passierten, wurden die Gesichter jedoch lang und länger, es regnete Sturzbäche und solche kamen auch links und rechts von den Bergen des Tals des Flusses Ticino (Tessin). Die zahlreichen teils mächtigen Wasserfälle boten schon einen tollen Anblick, dennoch hätten wir uns etwas weniger Wasser gewünscht und hatten schon die größten Befürchtungen, was das Wetter betrifft. Weiter ging die Fahrt über Ponte Tresa am Lago di Lugano, wo wir die Grenze nach Italien überquerten, Richtung Laveno und schließlich über den Ort Besozzo zum Jugendwerk Brebbia. Es war beruhigend, dass bereits während dieser Fahrt das Wetter allmählich besser wurde.  

Montag 08.08.2011 - freier Vormittag, Ausflug zum Kloster Santa Caterina del Sasso und nach Laveno, mit Seilbahnfahrt auf den Sasso
del Ferro

 
Das Wetter hatte sich sehr gebessert und so konnte die Freizeit am Vormittag zu einem ersten Kennen lernen der näheren Umgebung des Jugendwerkes genutzt werden. Zwar fehlte noch die Fernsicht auf die Alpenberge im Hintergrund des Lago Maggiore, aber auch dies sollte sich noch ändern. Viele Weggefährtinnen und Weggefährten nutzten die Freizeit zu einem ersten Bad im See. Nach dem, leckeren Mittagessen stand dann auch bereits der erste Ausflug auf dem Programm. Zunächst fuhren wir zum Kloster Santa Caterina del Sasso.

Es ist immer wieder faszinierend, wie dieses im 13.Jh. von dem Einsiedler Alberto da Besozzo gegründete Kloster, malerisch an den steilen Felshang des Sees „angeklebt“ wurde. Für mich ist dieses Kloster eine der schönsten Stellen des Lago Maggiore. Danach fuhren wir weiter zum Ort Laveno. Wieder einmal bestand nun die Möglichkeit mit der außergewöhnlichen Seilbahn (Mülltonnen) auf den 1062 Meter hohen Berg Sasso del Ferro zu fahren.

Die Fahrt mit der Korbbahn und der Rundblick auf die Seen- und Gebirgslandschaft ist einfach immer wieder ein Erlebnis! Nach dem obligatorischen Eis, wobei es auch zu dem einen oder anderen Fleck auf Hemden oder Blusen kam, fuhren wir alle bei bester Laune wieder zurück zum Jugendwerk Brebbia.
Dort gab uns die Leiterin des Jugendwerkes, Regina Kaminski, am Abend noch eine Einführung in Landschaft, Geschichte und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Lago Maggiore. Einfach toll!

Dienstag, 09.08.2011 - Sacro Monte d’Orta, Lago d’Orta
Bei herrlichstem Wetter und nun auch mit Fernblick auf die Höhen der Alpen (Monte Rosa Massiv) fuhren wir in Richtung zu dem westlich des Lago Maggiore gelegenen Ortasee, der besonders malerisch in die Berglandschaft der Umgebung eingefügt ist. Zunächst steuerten wir den Sacro Monte d’Orta an. Dies ist einer der zum Weltkulturerbe gehörenden heiligen Berge Norditaliens. Hier ist das Leben des heiligen Franziskus in zahlreichen Kapellen in lebensgroßen, teils sehr komplexen Figurengruppen aus Terrakotta dargestellt. Dies ist sehr beeindruckend! Der Berg bietet aber auch sehr schöne Ausblicke auf den Lago d’Orta und auf die darin liegende Isola San Giulio.

Hier konnten wir schon eine Zeit lang verweilen und uns der Kontemplation (beschauliche Betrachtung) hingeben. Es folgte der Abstieg zum Ort Orta San Giulio, wo es möglich war, Shoppen zu gehen, Espresso und Eis zu genießen oder einfach etwas zu bummeln. Viele nutzten auch die Gelegenheit mit dem Boot zur Isola San Giulio überzusetzen und die dortige Kirche Basilica di San Giulio (ab dem 9.Jh) zu besichtigen. Teils zu Fuß und teils mit der Touristenbahn ging es dann zurück zum Bus. Gerade die Fahrt mit der Touristenbahn brachte den Teilnehmern sehr viel Spaß.
Für den nächsten Tag war die Fahrt zur Certosa di Pavia und nach Mailand vorgesehen. So kamen wir am Abend wieder in den Genuss eines Vortrages von Frau Kaminski, der uns auf diese Fahrt bereits im Vorfeld den Mund gehörig wässrig machte.

Mittwoch, 10.08.2011 – Certosa di Pavia, Mailand und Pizzaabend, ein verschollener Weggefährte
Die Certosa di Pavia ist eine ursprünglich für den Kartäuserorden erbaute Klosteranlage. Sie gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern Oberitaliens. Dieses Ziel steuerten wir zunächst an. Es war nicht ganz einfach der in Englisch und Italienisch durchgeführten Führung zu folgen, dennoch waren wir von der Klosteranlage des Schweigeordens der Kartäuser sehr beeindruckt. Die Kirche, die beiden Kreuzgänge und besonders die 23 Mönchszellen, verfehlten ihre Wirkung nicht.

Gerade die Zellen sind keineswegs als ärmlich zu bezeichnen, vielmehr handelte es sich um kleine Zweizimmerappartements mit jeweils eigenem Kräutergarten. Dennoch ist es schwer, sich vorzustellen, fast sein gesamtes Leben schweigend in einer solchen Zelle zu verbringen. Nun ging es weiter nach Mailand, wo es jedem freigestellt war, sich die noblen Geschäfte, den Mailänder Dom, die Mailänder Scala oder die Galleria Vittorio Emanuele II anzuschauen. Für mich stellt immer wieder die Besteigung des Daches des Mailänder Doms einen Höhepunkt eines Mailandbesuches dar, zumal diesmal auch ein Fernblick auf die Bergkette der Alpen bestand.

Dennoch blieb immer noch Zeit für einen Cappuccino, der in der Galerie in einem bekannten Schnellrestaurant durchaus lecker, aber auch erschwinglich war. Bei der Rückkehr zum vereinbarten Treffpunkt am Castello Sforzesco, mussten wir feststellen, dass einer unserer Weggefährten nicht zurückkehrte. Das war natürlich eine große Aufregung und wir alle waren sehr besorgt. Es fehlte jede Spur. Nach 1 ½ Stunden Wartezeit und Suche mussten wir schließlich mit dem Bus zurückfahren. Benno Rehn wollte zusammen mit der Ehefrau des Vermissten, solange in Mailand bleiben, bis dieser gefunden sei. Es wurde eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgegeben. Natürlich war die Stimmung nach unserer Rückkehr zum Jugendwerk Brebbia, sehr gedrückt. Daran konnte auch der bevorstehende Pizzaabend mit der wiederum sehr leckeren Pizza zunächst nichts ändern. Schließlich kam jedoch die für alle erleichternde Nachricht, dass der Vermisste nach einem Schwächeanfall in ein Mailänder Krankenhaus eingeliefert worden sei. Wenigstens wussten wir jetzt, was passiert war und wo der Verschwundene steckte. Um es vorwegzunehmen, am nächsten Tag konnten Benno Rehn, die Frau des Vermissten und dieser selbst aus Mailand zurückkehren, nachdem er im Krankenhaus gründlich untersucht worden war. Unser besonderer Dank gilt hier Benno Rehn, der in dieser schwierigen Situation sehr engagiert geholfen hat! Vielleicht half es ja auch, dass vor dem Pizzaabend auf das übliche Tischgebet verzichtet wurde und stattdessen gemeinsam ein "Vater unser" für den Verschollenen gebetet wurde! Spürbar war immer die große Anteilnahme Aller an dem Geschehen, bis der vermisste Weggefährte endlich wieder heil unter uns war. 

Donnerstag 11.08.2011 – Markt in Besozzo, Floßfahrt, Wassergymnastik und bunter Abend 
An diesem Vormittag wollten wir nun den Wochenmarkt in Besozzo erkunden. Die Meisten von uns gingen auf den etwa einstündigen Fußweg, diejenigen, die nicht so gut zu Fuß unterwegs waren konnten etwas später mit dem Bus nach Besozzo fahren. Auf dem typisch italienischen Wochenmarkt wechselten Kleidungsstücke, Ledergeldbeutel, Hüte, landestypische Spezialitäten wie Käse und Salami aber auch Gebäck ihren Besitzer.

Ob alle diese Dinge immer ein Schnäppchen waren, sei einmal dahingestellt, ich habe aber nur zufriedene Gesichter gesehen! Der Nachmittag diente dann der Entspannung, wozu auch die Floßfahrt, die nun vorgesehen war, beitragen sollte. Verabschiedet wurden wir von denjenigen, die nicht mitkommen wollten. Unter Winken und Hallo ging es los, ein Stück nach Süden an der Küste des Lago Maggiore entlang, Richtung Ispra. In der Nähe der historischen Kalköfen wurde das Floß angehalten und alle, die dies wollten, konnten nun ins saubere Wasser des Lago Maggiore springen oder klettern.

Hiervon wurde auch reger Gebrauch gemacht und unter allgemeinem Gejohle auch die eine oder andere Albernheit begangen. Nach einer weiteren Etappe und nochmaligem Badeaufenthalt ging es wieder zurück in Richtung Jugendwerk. Hier blieb nun noch genügend Zeit sich am „Strand“ zu sonnen und auch noch einmal schwimmen zu gehen. Irgendjemand kam dann auf die Idee, ob Sigrid Conradi nicht eine Wassergymnastik anbieten wolle. Was Sigrid gerne aufgriff. So kam es, dass nach kurzer Zeit etliche Weggefährtinnen und Weggefährten im Wasser standen und mit Begeisterung und viel Spaß gymnastische Übungen durchführten.

Natürlich blieb dabei auch die eine- oder andere spaßige Bemerkung nicht aus! Auch einige italienische Schaulustige auf einem Boot waren bald angelockt, die einmal miterleben wollten, was da so gemacht wurde. So verging dieser Tag sehr schnell doch der Höhepunkt, der bunte Abend stand noch bevor!

 

Bunter Abend – Sketche, Krönung einer Königin und Tanz
Hierzu hatten verschiedene Kreuzbündler ein tolles Programm vorbereitet. Barbara Koch führte uns durch einen wirklich bunten Abend! Es wurden die verschiedensten Sketche aufgeführt. So lernten wir etwas über die Bedeutung des Wörtchens „als“ im Wormser Dialekt, erfuhren ein intimes Geheimnis eines Priesters bei der Beichte, lernten, wie Frauen und Männer duschen sollten, erlebten, wie ein gewisser Otto ins Theater geht, bekamen eine tolle Tanzvorführung dargeboten und anderes mehr. Die Krönung aber war im wahrsten Sinne des Wortes die Anwesenheit einer leibhaftigen Königin von Mumboach (Mainz Mombach), die vor Ort noch zur Königin von Brebbia gekrönt wurde.

Das alles war erstklassig vorbereitet und vorgeführt. Ein herrlicher Abend, vor allem weil ja unser verschollener Weggefährte in der Zwischenzeit wieder bei uns angekommen war und wir den Abend so wirklich genießen konnten.

Freitag, 12.08.2011 – freier Vormittag und Bootsfahrt zur Isola Madre, der Fischerinsel und nach Stresa sowie italienischer Abend

Der Vormittag stand wieder zur freien Verfügung, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Freizeit dazu benutzten sich noch einmal in der Umgebung umzuschauen, baden zu gehen oder sich auf dem Gelände des Jugendwerkes zu erholen. Am frühen Nachmittag stand dann die Bootsfahrt über den Lago Maggiore an. Hierzu waren zwei Motorboote angemietet worden, die uns alle über den See bringen sollten. Nach dem etwas abenteuerlichen Einstieg in die Boote ging es auch schon los in Richtung der Isola Madre. Zunächst fuhren wir jedoch noch einmal am Katharinenkloster vorbei, das vom See aus gesehen besonders malerisch wirkt.

     



Nach kurzer Fahrt wurde die Isola Madre, die größte der Borromäischen Inseln erreicht. Diese konnte nun besichtigt werden. Wer dies nicht wollte, konnte direkt weiter zur Fischerinsel fahren. Die Isola Madre besteht vor allem aus einer kleinen Schlossanlage und einem großen Landschaftsgarten im englischen Stil, der in den zwanziger Jahren des 19.Jh. angelegt wurde. Es ist einfach herrlich diesen Garten, mit seinen zahlreichen Blüten, exotischen Pflanzen und wunderbaren Ausblicken auf den See zu durchstreifen. Nach viel zu kurzer Zeit ging es wieder auf die Boote, zur Fischerinsel, wo wir die dort abgesetzten Weggefährten wieder abholten. Nun fuhren wir direkt weiter nach Stresa. Dieser wunderschöne, am Westufer des Lago Maggiore gelegene Ort, konnte nun durchstreift, Einkäufe in den zahlreichen kleinen Geschäften getätigt und auch noch ein Kaffee oder ein Eis konsumiert werden. Leider war auch hier die Zeit viel zu kurz.
Nach der Rückkehr ins Jugendwerk Brebbia stand nun der italienische Abend, sprich ein besonders üppiges italienisches Essen auf dem Programm. Meeresfrüchtesalat, Risotto und Kalbsbraten ließen unsere Herzen höher schlagen! Auch der entsprechende Nachtisch wurde natürlich dargeboten. Nach diesem Festmahl blieb noch ein letzter Gang zum abendlichen See. Die Bewohner der meisten Bungalows saßen noch recht lange vor ihren Häusern, unterhielten sich und nahmen Abschied voneinander und der schönen Umgebung.

Samstag, 13.08.2011 - Rückkehr
Am Samstagvormittag standen wir um 05:30 Uhr auf, beluden den Bus, frühstückten und fuhren gegen 07:00 Uhr in Brebbia ab. Zunächst ging es wieder eine ganze Weile auf italienischen Landstraßen zum Lago di Lugano, bei Ponte Tresa über die Grenze. Dann auf die Autobahn, über Bellinzona durch den Gotthardtunnel. Hier hatten wir nochmals teils herrliche Ausblicke auf die verschiedenen Seen, Berge und Landschaften, die wir gerade passierten. Vor allem der Vierwaldstätter See in der Schweiz präsentierte sich uns in voller Schönheit! Nach all diesen Eindrücken fiel es uns allen nicht leicht, uns wieder an unser bevorstehendes Alltagsleben zu gewöhnen und Abschied voneinander zu nehmen.

Was noch zu sagen bleibt
Beim Schreiben dieser Zeilen ist mir noch einmal bewusst geworden, wie vielfältig die Erlebnisse und Eindrücke während unserer Reise waren. Dies konnte hier gar nicht alles beschrieben werden.
Die besinnlichen Worte vor den Mahlzeiten, teilweise ergänzt durch Gesang, die angebotenen täglichen iAndachten, die sportlichen Zusatzangebote, konnten bisher noch kaum erwähnt werden. Mein Dank an alle die sich hier engagiert haben! Erwähnt werden müssen die gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten selbst, die von der Küche immer hervorragend zubereitet waren. Überhaupt ist die gute Betreuung durch das gesamte Team in Brebbia und vor allem durch Regina Kaminski erwähnenswert.
Kompliment aber auch an alle Weggefährtinnen und Weggefährten für die tolle Gemeinschaft, die zahlreichen Gespräche, das Zusammensitzen und auch das gemeinsam „Quatsch“ machen. Die abwechselnd von verschiedenen Weggefährtinnen und Weggefährten durchgeführten Dienste in der Bar, wo wir abends immer zusammenkommen konnten, die Tischdienste mit einem bisher in Brebbia nicht gekannten Service, dies alles trug erheblich zu der guten Stimmung und Gemeinschaft bei, die wir erleben durften!

Erwähnen möchte ich auch den Busfahrer, der sich bestens in unsere Gemeinschaft einfügte und uns sicher und souverän überall dahin brachte, wo wir hin wollten.

Und letztendlich ist für eine solche Reise auch viel Vorbereitung notwendig und auch vor Ort eine Menge zu organisieren. Für die Organisation im Vorfeld danken wir besonders Hans Günter (Sam) Koch und seiner Frau Barbara. Für die Organisation vor Ort (Reiseleitung) Sarah und Herbert Rogge. Ohne deren Zutun wäre die Reise sicherlich höchstens halb so schön gewesen!

Wir blicken auf eine überaus gelungene, gemeinsame Fahrt zurück und ich kann nur sagen, das ist wahre Weggefährtenschaft, so, wie ich sie mir vorstelle und wünsche!

Euer Weggefährte
Gerhard Iser

 

 

Eine Reisebeschreibung in Gedichtform
von Renate Ruppert (Worms)

Liebe Mitfahrerinnen und Mitfahrer des Kreuzbundes Mainz, 

bevor die schöne Feizeit zu Ende ist,

ein kleiner Rückblick wäre nicht schlecht.

 

Am Sonntagmorgen (7.8.) um 7.30 Uhr in Mainz begann die Fahrt,

über Seeheim-Jugenheim nach Heppenheim ganz gemach.

 

Hier stiegen die letzten Teilnehmer ein,

für Alle eine Freude, dabei zu sein.

 

Auf der Autobahn ging es flott voran,

kurz nach 17.00 Uhr kamen wir gut  in Brebbia an.

 

Frau Kaminski hieß uns herzlich willkommen,

so ein kleines bisschen Regen ist vom Himmel gekommen.

 

Um 18.30 Uhr die Glocke lud uns zum Abendbrot ein,

das italienische Essen schmeckte gar fein

 

Sigrid hat uns am ersten Abend schon gezeigt,

wie man sich fit hält und was richtige Bewegung heißt.

 

Ein prüfender Blick noch zum Lago, das musste sein,

dann aber geschwind zum Schlafen ins Bett hinein.

 

Der Montag (8.8.) begann um 8.00 Uhr mit der täglichen Meditation,

von Ursula und Annemarie sehr schön gestaltet, wir ahnten das schon.

 

8.30 Uhr beim Frühstück erfahren wir, es gibt ein Geburtstagskind,

die ganze Gruppe   L e o   ein Ständchen bringt.

 

Danach war frei und wir sprangen entzückt zum Schwimmen in den Lago hinein,

bis um 12.30 Uhr die Glocke uns zum Mittagessen lud ein.

 

Um 14.30 Uhr begann die wunderbare Fahrt zum Kloster San.Katharina,

dann weiter nach Laveno u. mit der „Tonnen“-Seilbahn auf den 1062 m hohen Monte Sasso del Ferro.

 

Knapp – aber es reichte noch-  kamen wir an den Busplatz zurück,

ich war schuld, ich hatte falsch auf meine Uhr geblickt.

 

Am Dienstag(9.8.)kam unsere Gruppe aus Bungalow III mit dem Tischdecken dran 

u. um 10.00 Uhr fuhren wir nach Lago d’Orta, dem Heiligen Berg, so stand es auf  dem Programm.

 

Der Andachtsweg besteht aus 20 Kapellen mit Gruppen von Terracottastatuen in Lebensgröße,

die das Leben des Heiligen Franziskus von Assisi darstellen. 

 

Unsagbar beeindruckend sind die dazugehörenden Wandmalereien zu sehen,

da kann man die Anerkennung als Weltkulturerbe verstehen.

 

Es reichte noch um eine Rundfahrt auf dem See zur Insel San Giulio zu machen,

die Kirche zu besuchen u. auf dem Rundgang der Stille Inne zu halten.

 

In einem Kaffee ein Eis oder Cappucino konnten wir auch noch genießen,

sowie in einem kleinen Lädchen herrlich duftende Seifen kaufen und riechen.

 

Wieder zurück in Brebbia hatten wir am Abend die Möglichkeit,

bei Frau Kaminski uns zu informieren, wie nutze ich in Mailand meine Zeit.

 

Am Mittwoch (10.8) nach dem Frühstück starteten wir zur Kartause von Pavia,

die Ansicht des Klosters Santa Maria delle Grazie war wunderbar.

 

Ein Pater erklärte zwar alles auf englisch,

doch siehe da, durch Konzentration wurde es verständlich.

 

Im Kloster die Detailansichten des Grabmals von Lodovico il Moro u.Beatrice,

beeindruckte sehr und man dies nicht so schnell vergisst.

 

Der Chor und das Presbyterium ist durch eine Marmorwand getrennt,

in den Rückwänden des Chorgestühls sind Abbildungen der Apostel dargestellt.

 

Im Terrakottabecken im Kreuzgang waschen sich heute noch die Mönche vorm Essen die Hände,

das Fresko im Refektorium mit dem letzten Abendmahl enthält Details ohne Ende.

 

Der kleine u. der große Kreuzgang mit seinem Blumenmeer,

erfreute unser Auge und die bizarre Bauweise der Säulen u. Türmchen noch viel mehr

 

Vom großen Kreuzgang kann man in die Zellen der Mönche gelangen,

durch ein Fensterchen können sie das  Essen erhalten.

 

Ein kleines Gärtchen gehört auch dazu,

das Schweigen, Beten u. die Einsamkeit der Kartäuser versteht man im nu.

 

Weiter geht es nach Mailand und der Dom erscheint in seiner Pracht,

er ist 158 m lang, 89 m breit, unser Herze lacht.

 

Die filigran gegliederte Fassade mit den Streben u. Stalagmiten,

wirkt fast wie ein Marmorgebirge.

 

Im 14. Jahrhundert wurde begonnen, die Bauzeit dauerte bis 1935,

bis der Dom bei Sonnenschein außen leuchtet fast reinweiß.

 

Der Innenraum des Domes bietet 40000 Besuchern Platz,

aber mit dem Aufzug zur Terrasse des Domes hochfahren, das machte Spaß.

 

Die wunderbare Aussicht über die weite Ebene war wunderschön,

beim Spaziergang am Rande des Daches konnten wir 3000 Marmorskulpturen sehn

 

Natürlich lockte die Galleria Vittoria Emanuele,

als Eingang ein Triumphbogen –Mailands eleganteste u. teuerste Einkaufspassage- war zu sehen.

 

Am Ende der Passage sehen wir das berühmteste Opernhaus der Welt,

-Mailänder Scala – es sich nennt.

 

An diesem Ort stand früher die Kirche Santa Maria,

heute stellt die Scala ein Mythos der Mailänder Gesellschaft da.

 

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist Castello Storzesco mit dem Springbrunnen,

unser Busfahrer hat in der Nähe sogar einen Parkplatz gefunden.

 

Dort sollte für alle auch wieder der Treffpunkt sein,

doch leider stellte sich Herbert nicht ein.

 

Ihm ging es bei Ankunft in Mailand nicht so gut u. er wollte bequem,

einen Kaffee genießen, bis wir uns wieder sehn.

 

Wir haben gesucht und geduldig gewartet bis 17.30 Uhr,

dann blieben Elisabeth u. Benno in Mailand zurück, dies war notwendig.

 

Die Stimmung war gedrückt,

doch wir haben voller Hoffnung ein VATER UNSER  zum Himmel geschickt

 

Unser Koch hatte sich ganz große Mühe mit dem Pizza-Abend gemacht,

er hatte über Wurst, Käse, Fisch, Ananas an jeden Geschmack gedacht.

 

Und endlich gegen 20.00 Uhr ein Anruf kam,

Herbert wurde gefunden, Elisabeth u. Benno werden gleich ins Krankenhaus fahrn.

 

Frau Kaminski zeigte uns den schönen Film

der  Zdf-Übertragung vom 1. August 2010. 

 

Der Gottesdienst am Ufer des Lago Maggiore mit Pfarrer Wieland,

gestaltet von einer Eltern-Kind-Gruppe u. Chor aus Brebbia und Deutschland.

 

Donnerstag (11.8)

Das Wetter ist schön und so werden wir nach dem Frühstück nach Besozzo gehen.

Wer nicht so gut zu Fuß, der fährt halt mit dem Bus.

 

Unsagbar viele Waren wurden auf dem Markt angeboten,

es gab fast alles u. Appetit konnte man sich ebenfalls holen.

 

Der Bus stand um 12.00 Uhr für die Müden nach Brebbia bereit,

das hat uns natürlich alle gefreut.

 

Nach dem Mittagessen durften wir eine Floßfahrt genießen,

bei schönstem Wetter hieß es man darf den Badeanzug nicht vergessen.

 

Die Fahrt ging Richtung Süden, dann etwas vom Ufer ab,

das Wasser war glasklar und dann hielt das Floß an.

 

Die Mutigen sprangen kopfüber vom Floß,

die Anderen stiegen die Leiter runter und schwammen los.

 

Ich war etwas ängstlicher, kein Boden unter den Füßen?

Doch mit dem Schwimmring konnte auch ich das schöne Wasser genießen.

 

So hatten alle viel Freude und Spaß

und überhaupt bei der Floßfahrt wird man halt nass.

 

Nach dem Abendessen war vorgesehen,

wir machen ein buntes Abendprogramm, das wäre doch schön.

 

Elisabeth, Herbert und Benno waren aus Mailand wieder zurück,

dies war für uns alle ein großes Glück.

 

Barbara hat mit großem Bravour die Programmgestaltung übernommen

und Herbert Rogge mit der Begrüßung begonnen.

 

Programmablauf:

1.) geteilte Begrüßung  Andreas u. Renate

2.) Gabi, die 4 Personen in einer Person darstellte Thema: Beichtstuhl

3.) Informationen von Ursula u. Annemarie : Wie Frauen u. Männer richtig duschen!  Hervorragend gezeigt von Sarah u. Herbert

4.) Von Barbara u. Ilse dargestellt: Otto u. Emma im Theater

5.) Variationen über das Wörtchen „als“ in Worms    Andreas u. Renate

6.) Krönung der Königin zu Mombach, dargestellt von Helga, Ansage: Sylvia,

     Zeremonienmeister : Sigrid

7.) Das Highlight: der Tanz, eingeübt von Sigrid Conradi

8.) Ferdinand mit 2 Witzen

 

Alles kam aus dem Stehgreif, ich fand es „Spitze“,

es wurde großer Beifall geklatscht u. keiner hat gepfiffen.

 

Es hat sich gezeigt und das macht uns Mut,

auch wenn es mal trüb ist –wie am Mittwoch-,

wenn unser Herrgott will, wird alles gut.

 

Ein großer Dank an Alle ist zu sagen,

die geplant, geübt, getanzt u. ganz einfach mitgemacht haben.

 

Freitag (12.8.)

Vor dem Frühstück hat Herbert sich rührend bei allen bedankt,

dass er im Krankenhaus, aber auch besonders bei Benno große Hilfe fand.

 

Nun war die Gemeinschaft wieder komplett,

das Frühstück hat deshalb doppelt gut geschmeckt.

 

Doch das Geburtstagskind Hartmut Zielke dürfen wir heute nicht vergessen,

Barbara hat was ausgegraben aus der Kinderzeit, was schon lange her gewesen.

 

Der Vormittag stand zur freien Verfügung

u. am Nachmittag bei der Bootsrundfahrt konnten wir wählen:

 

Die Isola Madre oder die Fischerinsel,

auf dem Rückweg durften wir „Eis schleckend“ durch Stresa flitzen.

 

Mit vielen schönen, neuen Eindrücken kehrten wir am Abend zurück

u. unser Koch hat uns zum Abschluss mit einem 4-Gang-Menü beglückt.

 

Herbert Rogge bedankte sich bei allen Akteuren dieser Woche,

so kann man auf die nächste Freizeit nur hoffen.

 

Wir möchten zum Schluss Sarah und Herbert ein großes DANKE SCHÖN sagen,

eine Fahrt zu begleiten ist schon eine große Verantwortung ohne Frage.

 

Auch unserem Busfahrer wollen wir herzlich danke sagen,

er hat uns sehr gut von der Heimat nach Brebbia, im Land und wieder zurückgefahren.

 

Unseren lieben Gott wollen wir auch nicht vergessen,

er ist bestimmt immer bei uns gewesen.

 

So wäre es sicher ganz schön, wenn wir uns mal wieder sehen

 

Im Auftrag euere Renate

 


 
Bild vergrößern durch Anklicken

Weitere Bilder zur Freizeit:

Die Anlage

Der See

 

Beim Frühstück

Ausflugsfahrten/ Besichtigungen
 

Lago da Orta

Ausflug nach Mailand




Blick auf die Kuppel und in die Galleria Vittorio Emanuele II.



Warten auf die Heimfahrt aus Mailand - Wo ist Herbert?


 


Pizzaabend


Wanderung und Besuch des Marktes in Bezozzo

Wassergymnastik im See

Abendidylle vor dem Bungalow



In der Bar des Freizeitgeländes

Bunter Abend


Ausflug zur Isola Madre, Isola Pescatori (Fischerinsel) und Stresa

 

Gerne veröffentlichen wir auch Ihre/ Eure besten Fotos und persönlichen Eindrücke von der Freizeit von dieser gelungenen Freizeit.
Bitte per E-Mail an Hartmut Zielke senden: info@kreuzbund-dv-mainz.de

Bilder: Gerhard Iser und Hartmut Zielke
 

 

 Zurück zur Nachrichtenübersicht >>